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Zusammenfassungen ausgewählter Studien Practical Guidelines for the Prevention, Diagnosis, and Treatment of Osteonecrosis of the Jaw in Patients with Cancer S. Ruggiero, J. Gralow, R. E. Marx, A. O. Hoff, M. M. Schubert, J. M. Huryn, B. Toth, K. Damato, V. Valero Journal of Oncology Practice, Volume 2; Issue 1, January, 2006: S. 7-14
Zusammenfassung: Anlass: Dieser Artikel diskutiert Kieferosteonekrose (osteonecrosis of the jaw = ONJ) und bietet im Gesundheitswesen Tätigen praktische Richtlinien und Empfehlungen zur Vermeidung, Diagnose und Management von ONJ bei Krebspatienten, die Bisphosphonate erhalten. Methoden: Ein Expertengremium wurde gebildet, das Mund- und Kieferchirurgie, Oral-Medizin, Endokrinologie und medizinische Onkologie repräsentiert, um Literatur und klinische Anhaltspunkte zu bewerten, Risikofaktoren für ONJ zu identifizieren sowie klinische Richtlinien zur Vermeidung, Frühdiagnose und multidisziplinärer Behandlung von ONJ bei Krebspatienten zu entwickeln. Die Richtlinien beruhen auf Erfahrung und wurden nicht im Kontext kontrollierter klinischer Studien evaluiert. Ergebnisse: Kieferosteonekrose ist eine klinische Entität mit zahlreichen möglichen Ätiologien. Historisch identifizierte Risikofaktoren sind Kortikosteroide, Chemotherapie, Radiotherapie, Trauma, Infektion und Krebs. Mit zunehmender Sorge über die potentielle Entwicklung von ONJ bei Patienten, die Bisphosphonate erhalten, empfiehlt das Gremium eine zahnärztliche Untersuchung bevor Patienten mit der intravenösen Bisphosphonat-Therapie beginnen. Zahnbehandlungen und Prozeduren, die Knochenheilung benötigen, sollten vor der initiierenden intravenösen Bisphosphonat-Therapie abgeschlossen sein. Patienten sollten über die Bedeutung von guter, oraler Hygiene und Pflege informiert sein, sowie regelmäßig zahnärztlich untersucht werden. Für Patienten, die derzeit Bisphosphonate erhalten und einen zahnärztlichen Eingriff benötigen, gibt es keinen Hinweis, daß die Unterbrechung der Bisphosphonat-Therapie das Risiko einer Kieferosteonekrose minimiert oder ausschließt. Häufige klinische Untersuchungen und konservatives zahnärztliches Management werden für diese Patienten vorgeschlagen. Zur Behandlung von Patienten, die eine ONJ entwickeln, wird eine konservative, nicht-chirurgische Vorgehensweise strengstens empfohlen. Schlussfolgerung: Ein zunehmendes Bewusstsein für das mögliche Risiko der Kieferosteonekrose bei Patienten, die Bisphosphonate erhalten, ist notwendig. Die enge Zusammenarbeit zwischen behandelnden Arzt und Kieferchirurgen und/oder des Zahnarztes ist dringend empfohlen, wenn Entscheidungen über die Behandlung des Patienten getroffen werden.
Summary Guidelines: Mögliche präventive Maßnahmen vor Beginn einer Bisphosphonat-Therapie:
Empfohlene zahnärztliche Behandlungen für Patienten, die bereits eine Bisphosphonat-Therapie erhalten:
Behandlung von Patienten mit Kieferosteonekrosen:
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