Studien

Zusammenfassungen ausgewählter Studien

Nature and Frequency of Bisphosphonate-Associated Osteonecrosis of the Jaws in Australia

Tony Mavrokokki, Andrei Cheng, Brien Stein, Alastair Goss

J. Oral Maxillofac Surg 65:415-423, 2007

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Zusammenfassung:

Zweck: Der Zweck dieser Studie ist es, die Häufigkeit zu bestimmen und die klinischen Charakteristika der Patienten zu beschreiben, bei denen die Diagnose Bisphosphonat-assoziierte Kieferosteonekrose (ONJ) in Australien erstellt wurden.

Material und Methoden: Fälle von Kieferosteonekrose wurden in 2004 und 2005 hauptsächlich durch eine postalische Befragung von australischen Mund-, Kiefer- und Gesichtschi­rurgen (OMS) identifiziert, mit zusätzlichen Fällen von anderen Zahnspezialisten und dem Commonwealth of Australia Adverse Drug Reaction Committee (ADRAC). Die klinischen Charakteristika wurden aufgezeichnet. Die ONJ-Häufigkeit wurde anhand der Rezepte und Zahnextraktionsdaten ermittelt. Uni- und Bivariate Statistik wurde durchgeführt.

Ergebnisse: 158 Fälle von Kieferosteonekrosen wurden identifiziert. Diese traten überwiegend bei Patienten mit malignen Erkrankungen der Knochen auf (72 %). Die hauptsächliche Ursache waren Zahnextraktionen (73 %). Die berichteten Fallzahlen variierten zwischen den australischen Staaten, wobei die höchste Frequenz in den Staaten mit dem besten integrierten Gesundheitssystem war.

Die Häufigkeit von ONJ bei Osteoporose-Patienten, hauptsächlich bei wöchentlich genommenen Alendronat, lag bei 1/2.260 bis 1/8.470 Patienten (0,01 % bis 0,04 %). Falls Extraktionen durchgeführt wurden, lag die berechnete Häufigkeit bei 1/296 bis 1/1.130 Fällen (0,09 % bis 0,34 %). Die Gesamtdosis von oralem Alendronat bei Auftreten von ONJ betrug 9.060 (±7.269) mg.

Die Häufigkeit von ONJ bei Morbus Paget betrug 1/56 bis 1/380 (0,26 % bis 1,8 %). Falls Extraktionen durchgeführt wurden, lag das kalkulierte ONJ-Risiko bei 1/7,4 bis 1/48 (2,1 % bis 13,5 %).

Die Häufigkeit von ONJ bei malignen Knochenerkrankungen, die hauptsächlich mit intravenösem Zoledronat oder Pamidronat behandelt wurden, betrug 1/87 bis 1/114 (0,88 % bis 1,15 %). Falls Extraktionen durchgeführt wurden, lag das kalkulierte Risiko einer ONJ bei 1/11 bis 1/15 (6,67 % bis 9,1 %). Die Gesamtdosis von Pamidronat betrug 3.285 (±2.530) mg und von Zoledronat 62 (±54,28) mg beim Auftreten einer Kieferosteonekrose. Die mediane Zeit bis zum Auftreten einer Kieferosteonekrose betrug 12 Monate bei Zoledronat, 24 Monate bei Pamidronat und 24 Monate bei Alendronat.

Schlussfolgerungen: Vor der Verschreibung von Bisphosphonaten für Knochenerkrankungen sollte der Patient zahntechnisch fit gemacht werden, um die Notwendigkeit nachfolgender Zahnextraktionen zu minimieren. Eine angemessene Datenlage lieferte eine übereinstimmende Bewertung der Risiken von Kieferosteonekrosen für verschiedene Bisphosphonate, für Osteoporose und maligne Erkrankungen im Allgemeinen und im Besonderen für Zahnextraktionen

 

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